Mittwoch, 16. Januar 2013
„Verhütet Euch vor Nazis!“ – Jusos verteilen Kondome
Die Jusos Stadt Cloppenburg wollen am kommenden Wochenende in der Cloppenburger Kneipenszene Kondome an junge Leute verteilen. Unter dem Motto „Verhütet Euch vor Nazis!“ sollen Jugendliche auf die kommende Landtagswahl aufmerksam gemacht und aufgefordert werden, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Insgesamt 200 Kondome wollen die Jungsozialisten am Freitag- und Samstagabend so „unter die jungen Leute bringen“.
„Ganz gleich, ob am Ende Schwarz, Rot, Grün oder Gelb gewählt wird, die Hauptsache ist, wir verhindern Braun! Insbesondere Erstwähler wollen wir mit unserer Aktion ermuntern, am Sonntag an die Urne zu gehen. Je stärker die Wahlbeteiligung ist, desto schwächer wird am Ende die NPD“, so der Vorsitzende Jan Oskar Höffmann. „Rechte Parteien profitieren am meisten von einer geringen Beteiligung.“
Cloppenburg sei trotz seiner kulturellen Vielfalt leider „nicht frei von rechten Sympathisanten“ und müsse deswegen davor bewahrt werden, ins „falsche Licht“ gerückt zu werden. Bei der letzten Landtagswahl bekam die NPD im Cloppenburger Wahlkreis 67 260 Stimmen. Das seien nach Ansicht der Jungsozialisten „260 Stimmen zu viel“. Es sei daher wichtig, dass man am Sonntag „ein starkes Signal für unsere Demokratie“ setze, so die Jusos. „Wir werden deutlich machen: Jede Stimme für die etablierten Parteien ist eine Stimme gegen Rechts!“, so Höffmann abschließend.
Montag, 14. Januar 2013
Einseitige Kommentierung der OV
Im Folgenden meine Leserzuschrift an die Oldenburgische Volkszeitung vom 14.01.2013:
Einseitige Kommentierung
Der Landtagswahlkampf neigt sich
dem Ende zu. Alle Umfrage sagen ein knappen und spannenden Wahlabend voraus.
Höchste Zeit also die letzten (konservativen) Reserven zu mobilisieren und eine
mögliche Niederlage der Opposition herbeizuschreiben? Anders sind die äußerst einseitigen
Kommentierungen auf Seite 2 der letzten Tage kaum zu erklären. Am Mittwoch, den
09.01.2013, schrieb Giorgio Tzimurtas unter
„Kandidatur auf der Kippe“, dass Peer Steinbrück (SPD) nach der
Niedersachsenwahl soweiso nicht mehr zu halten sei. Am darauffolgenden Donnerstag,
den 10.01.2013, versucht Damian Ryschka mit einem eher dürftigen Kommentar „Bildung
muss kosten“ die wichtigste Forderung der
Opposition, die Abschaffung der Studiengebühren, schlecht zu machen. Am Freitag, den 11.01.2013, versucht Herr
Tzimurtas in den neuesten Umfragen einen Trend gegen Rot-Grün zu erkennen.
Trotz der scheinbar schädlichen Steinbrück-Debatte (sinngemäß seines ersten
Kommentars) konnte die SPD in diesen Umfragen wieder 1% zu legen. Für Herrn
Tzimurtas jedoch eine Randnotiz ohne Belang, vielmehr sei der grundsätzliche
Abwärtstrend entscheidend. Am Montag, den 14.01.2013, durfte dann Klaus-Peter
Lammert mit seinem Kommentar „Ein Schicksalstag“ den Höhepunkt des Ganzen
setzen. Er beginnt mit dem Optimismus McAllisters, weiterregieren zu dürfen, und
endet mit den vielsagenden Fragen an die SPD, wie sie denn mit der (höchstwahrscheinlichen)
Wahlniederlage denn umgehe werde. Jeder Kommentar für sich isoliert wäre
ertragbar, aber die Summe und die Zeit Ihrer Veröffentlichungen lassen ein System erkennen. Diese einseitige
und eindeutig parteiergreifende Art der Kommentierung spricht womöglich die
Hälfte der Leserschaft Ihrer Zeitung an, sie zeugt jedoch von mangelnder
Überparteilichkeit und Unabhängigkeit. In einer pluralistischen Demokratie
sollte auch in der journalistischen Kommentierung die Mannigfaltigkeit an
Meinungen berücksichtigt werden.
Gez.
Jan Oskar Höffmann
49661 Cloppenburg
Eine der eindeutig einsetig berichtenden Kommentare. Herr Ryschka verwechsel fälschlicherweise die Berufsausbildung, sprich Studium zum Psychologen oder Ausbildung zum Elektriker, mit der Spezialisierung seines erlenten Berufs, also Meisterbrief oder Fachanwalt. Die SPD fordert ein gebührenfreies Studium. Des Weiteren sollte man sich zwei Sachen bewusst werden. 1. Ein Studium ist auch ohne Gebühren keineswegs kostenfrei. Verwaltungskosten, ASTA-Beiträge, Semesterticket, Wohnungsmiete, Heiz- und Stromkosten (Wohnungsumzug betrifft vor allem Studenten aus dem ländlichen Raum). 2. Die Studenten von heute sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Spitzensteuersatzzahler von morgen. Der Staat erzielt somit eine Rendite. In Zeiten des Fachkräftemangels eine Win-Win-Situation!
Darüber hinaus ist es weitaus ungerechter, dass alle Studenten gleich hohe Studiengebühren bezahlen müssen. Das Kind einer einkommensschwachen Familie wird somit relativ am Einkommen gesehen stärker belastet. Es ist ungerecht, dass die Bildungschancen von jungen Menschen immer noch vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Das ist ungerecht, Herr Ryschka.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Langatmiger Sitzungsmarathon
Hier mein Leserbrief zur Ratssitzung vom Montagabend:
"Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam, sondern des öfteren auch die der Kommunalpolitik. Nach einem siebenstündigem Sitzungsmarathon (!) und insgesamt 29 Tagesordnungspunkten war endlich Feierabend.
Von den anfangs prall gefüllten Besucherrängen im Ratssaal sind am Ende nur sechs ziemlich müde ausschauende Bürger übrig geblieben. Wer sich bislang wenig mit (Kommunal-)Politik und seinen Prozessen befasst hatte und sich nach einem möglicherweise harten Arbeits- oder Schultag erstmals aufraffte, um seine gewählten Vertreter einmal über die Schulter zu schauen, dem wurde am Montag ein guter Grund für Politikverdrossenheit geboten.
Selbst für mich, als eigentlich politisch interessierter Bürger, geht bei einer so langatmigen und umfangreichen Ratssitzung irgendwann die Lust an politischen Entscheidungsabläufen verloren. Allein zum Klimakonzept der Stadt Cloppenburg, zur Weiternutzung des Pieper-Geländes oder zum Soeste-Carré könnte man thematisch eine ganze Sitzung füllen. Warum werden so wichtige Themen in eine einzige Ratssitzung gepresst? Warum werden in einer Kreisstadt mit fast 35.000 Einwohnern nur 4 Ratssitzungen pro Jahr abgehalten?
Auf der Strecke bleiben letztlich tiefer gehende Sitzungsdebatten und gründlichere Abwägungen des Für und Wider eines Sachverhalts. Verlierer einer solchen Sitzung ist wieder mal der politisch interessierte Bürger. Ratssitzungen, die öfter stattfinden, jedoch kürzer und effizienter gestaltet würden, könnten die politische Attraktivität hingegen steigern. Ein Versuch wär's wert."
"Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam, sondern des öfteren auch die der Kommunalpolitik. Nach einem siebenstündigem Sitzungsmarathon (!) und insgesamt 29 Tagesordnungspunkten war endlich Feierabend.
Von den anfangs prall gefüllten Besucherrängen im Ratssaal sind am Ende nur sechs ziemlich müde ausschauende Bürger übrig geblieben. Wer sich bislang wenig mit (Kommunal-)Politik und seinen Prozessen befasst hatte und sich nach einem möglicherweise harten Arbeits- oder Schultag erstmals aufraffte, um seine gewählten Vertreter einmal über die Schulter zu schauen, dem wurde am Montag ein guter Grund für Politikverdrossenheit geboten.
Selbst für mich, als eigentlich politisch interessierter Bürger, geht bei einer so langatmigen und umfangreichen Ratssitzung irgendwann die Lust an politischen Entscheidungsabläufen verloren. Allein zum Klimakonzept der Stadt Cloppenburg, zur Weiternutzung des Pieper-Geländes oder zum Soeste-Carré könnte man thematisch eine ganze Sitzung füllen. Warum werden so wichtige Themen in eine einzige Ratssitzung gepresst? Warum werden in einer Kreisstadt mit fast 35.000 Einwohnern nur 4 Ratssitzungen pro Jahr abgehalten?
Auf der Strecke bleiben letztlich tiefer gehende Sitzungsdebatten und gründlichere Abwägungen des Für und Wider eines Sachverhalts. Verlierer einer solchen Sitzung ist wieder mal der politisch interessierte Bürger. Ratssitzungen, die öfter stattfinden, jedoch kürzer und effizienter gestaltet würden, könnten die politische Attraktivität hingegen steigern. Ein Versuch wär's wert."
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Investor verbreitet "Halbwahrheiten"
Die Jusos Stadt Cloppenburg äußern „heftige Kritik“ an den Vorwürfen der Genos GmbH, die Jugendorganisation habe gegen die überarbeiteten Pläne keinerlei Bedenken erhoben.
Die Jungsozialisten haben nach eigenen Angaben Herrn Grieshop, Geschäftsführer des Unternehmens, in einem Schreiben vom 14. November „höchstpersönlich mitgeteilt“, dass die Überarbeitungen eine „Verbesserung“ darstellen und die Bemühungen zum Hochwasserschutz zwar „lobenswert“ seien, aber weiterhin zahlreiche Argumente „grundsätzlicher Natur“ gegen das Carré sprächen. Das Vorhaben bleibe somit „nicht zustimmungswürdig“.
Diese „konsequente Position“ sei ebenfalls in einer gemeinsamen Pressemitteilung im Oktober mit dem SPD-Ratsherrn Adem Ortac nachzulesen. Es sei daher „unseriös“ und „unaufrichtig“, den Eindruck zu erwecken, man habe den neuen Plänen „in irgendeiner Form zugestimmt“. Der Investor bekäme anscheinend „kalte Füße“ und greife nach dem „letzten Strohhalm“, anders sei nicht zu erklären, warum nun „Halbwahrheiten“ verbreitet werden, so die Jusos. Die Jugendorganisation halte nach wie vor an ihrem Vorhaben fest, am Samstag in der Innenstadt für die Stadtratssitzung Werbung zu machen.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Unseriöses Verhalten des Carré-Investors
In der heutigen Münsterländischen Tageszeitung wirft die Genos GmbH uns Jusos vor, wir hätten gegen die überarbeiteten Pläne des Soeste-Carré keine Bedenken erhoben.
Ich finde dieses Verhalten unaufrichtig! In einem persönlichen Schreiben an de Geschäftsführer der Genos haben wir unsere Bedenken deutlich gemacht.
Hier die E-Mail vom 14.11.2012:
"Sehr geehrter Herr Grieshop
zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich die Mühe bereitet haben, Kontakt mit uns aufzunehmen.
Wir Jusos haben uns intensiv und ausführlich mit Ihrem Präsentationsangebot auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass keine Notwendigkeit für eine derartige Veranstaltung besteht.
Vorweg möchten wir betonen, dass Ihre Veränderungen der Pläne zum Soeste Carré eine Verbesserung darstellen. Nach gegenwärtigem Planungsstand soll weiterhin ein Teil des Hochwasserschutzgebietes beansprucht werden. Dies bedeutet, dass es immer noch einer Ausnahmegenehmigung zum Bauen bedarf. Trotzdem sind Ihre am Telefon beschriebenen Maßnahmen bei einer möglichen Überschwemmung lobenswert.
Dennoch sind die entscheidenden Gründe, welche weiterhin gegen das Projekt sprechen, grundsätzlicher Natur und dementsprechend nur schwer zu entkräften. Die Gefahr eines Verkehrskollapses ist trotz alledem gegeben. Laut Ihres Gutachtens ändert sich zwar an der Quantität des Verkehrsaufkommens aufgrund der geplanten „Molberger Auffahrt“ de facto nichts, die Qualität der Verkehrssituation wird jedoch eine erheblich andere sein. Durch eine künftige Pluskreuzung und die kurzzeitigen Auf- und Abfahrten zum Supermarktgelände entstehen Verkehrsbelastungen, die die dortige Infrastruktur zum Kollaps führen. Schon heute ist die Verkehrsbelastung zu Stoßzeiten kaum zu ertragen.
Darüber hinaus wäre ein Einkaufszentrum in der geplanten Größe unter ästhetischen Gesichtspunkten an dieser Stelle unvorteilhaft, auch wenn Sie „so oder so dort bauen wollen“. Der grüne Ring und der dazugehörige Weg durch das unberührte Grün sind nur schwer mit einem Konsumtempel vereinbar.
Des Weiteren wäre eine Belebung für das gesamte Innerstädtische Versorgungszentrum für eine Zustimmung entscheidend. Durch das geplante Soeste Carré sehen wir jedoch keinerlei Vorteile und Impulse für das Sorgenkind Mühlenstraße und die Bahnhofstraße. Das Soeste Carré wäre weiterhin außerhalb des Innerstädtischen Versorgungszentrums und lediglich eine Stärkung für die obere Lange Straße.
Eine Veranstaltung bei der Sie lediglich Ihre Interpretation der schon bekannten und weiterhin einsehbaren Fakten liefern, würde an unserer Entscheidung nichts ändern. Die Informationsveranstaltungen in der Stadthalle und in der Fraktion waren hierfür ausreichend. Darüber hinaus besitzen wir die von Ihnen genannten Gutachten und konnten uns so selbst einen Überblick verschaffen.
Wir hoffen, Sie zeigen für unsere Entscheidung Verständnis!
Mit freundlichen Grüßen
Jusos Stadt Cloppenburg"
Hoffentlich druckt die MT unsere Richtigstellung!
Ich finde dieses Verhalten unaufrichtig! In einem persönlichen Schreiben an de Geschäftsführer der Genos haben wir unsere Bedenken deutlich gemacht.
Hier die E-Mail vom 14.11.2012:
"Sehr geehrter Herr Grieshop
zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich die Mühe bereitet haben, Kontakt mit uns aufzunehmen.
Wir Jusos haben uns intensiv und ausführlich mit Ihrem Präsentationsangebot auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass keine Notwendigkeit für eine derartige Veranstaltung besteht.
Vorweg möchten wir betonen, dass Ihre Veränderungen der Pläne zum Soeste Carré eine Verbesserung darstellen. Nach gegenwärtigem Planungsstand soll weiterhin ein Teil des Hochwasserschutzgebietes beansprucht werden. Dies bedeutet, dass es immer noch einer Ausnahmegenehmigung zum Bauen bedarf. Trotzdem sind Ihre am Telefon beschriebenen Maßnahmen bei einer möglichen Überschwemmung lobenswert.
Dennoch sind die entscheidenden Gründe, welche weiterhin gegen das Projekt sprechen, grundsätzlicher Natur und dementsprechend nur schwer zu entkräften. Die Gefahr eines Verkehrskollapses ist trotz alledem gegeben. Laut Ihres Gutachtens ändert sich zwar an der Quantität des Verkehrsaufkommens aufgrund der geplanten „Molberger Auffahrt“ de facto nichts, die Qualität der Verkehrssituation wird jedoch eine erheblich andere sein. Durch eine künftige Pluskreuzung und die kurzzeitigen Auf- und Abfahrten zum Supermarktgelände entstehen Verkehrsbelastungen, die die dortige Infrastruktur zum Kollaps führen. Schon heute ist die Verkehrsbelastung zu Stoßzeiten kaum zu ertragen.
Darüber hinaus wäre ein Einkaufszentrum in der geplanten Größe unter ästhetischen Gesichtspunkten an dieser Stelle unvorteilhaft, auch wenn Sie „so oder so dort bauen wollen“. Der grüne Ring und der dazugehörige Weg durch das unberührte Grün sind nur schwer mit einem Konsumtempel vereinbar.
Des Weiteren wäre eine Belebung für das gesamte Innerstädtische Versorgungszentrum für eine Zustimmung entscheidend. Durch das geplante Soeste Carré sehen wir jedoch keinerlei Vorteile und Impulse für das Sorgenkind Mühlenstraße und die Bahnhofstraße. Das Soeste Carré wäre weiterhin außerhalb des Innerstädtischen Versorgungszentrums und lediglich eine Stärkung für die obere Lange Straße.
Eine Veranstaltung bei der Sie lediglich Ihre Interpretation der schon bekannten und weiterhin einsehbaren Fakten liefern, würde an unserer Entscheidung nichts ändern. Die Informationsveranstaltungen in der Stadthalle und in der Fraktion waren hierfür ausreichend. Darüber hinaus besitzen wir die von Ihnen genannten Gutachten und konnten uns so selbst einen Überblick verschaffen.
Wir hoffen, Sie zeigen für unsere Entscheidung Verständnis!
Mit freundlichen Grüßen
Jusos Stadt Cloppenburg"
Hoffentlich druckt die MT unsere Richtigstellung!
Samstag, 8. Dezember 2012
OFFENER BRIEF AN DEN CLOPPENBURGER STADTRAT
Sehr geehrte Ratsfrau, sehr geehrter Ratsherr,
die
Bürgerinnen und Bürger Cloppenburgs schauen auf Sie. Am 17.12 können Sie im
Stadtrat über das geplante „Soeste-Carré“ abstimmen. Wir möchten Sie mit diesem
offenen Brief ein letztes Mal an die Ängste und Sorgen vieler Cloppenburger vor
dem „Carré Cloppenburg“ erinnern. Wir appellieren an Ihr politisches Gewissen,
dieses Projekt, verbunden mit all seinen Risiken und Gefahren, endgültig zu
stoppen. Enthalten Sie sich nicht der Stimme, sondern lösen Sie sich von
falschen Verpflichtungen und vertreten Sie den Willen der Bürger: Stoppen Sie
das Soeste-Carré!
Eine
Vielzahl von gewichtigen Argumenten spricht unserer Meinung nach gegen das ungeliebte
Carré-Projekt: Hochwasserschutz, Zersplitterung der Innenstadt,
Verkehrskollaps, Rettung des Grünen Gürtels, rechtliche Bedenken und ein
eindeutiger Bürgerwille sind die wichtigsten Gründe unseres Widerstands.
Die obere
Lange Straße erlebt seit der Ansiedlung mehrerer überregionaler Firmen wie „H&M“
und „Depot“ ein wirtschaftliches Hoch, wohingegen die Mühlenstraße und Teile
der Bahnhofstraße weiterhin in einer wirtschaftlichen Misere verharren. Die
gesetzten Hoffnungen in das Carré Cloppenburg, die Innenstadt zu stärken,
können wir nur begrenzt nachvollziehen. Womöglich könne die obere Lange Straße
an geringen Umsätzen des Carré partizipieren, die eigentlichen Sorgenkinder
unserer Innenstadt hingegen werden nicht berücksichtigt. Zunächst ist es
zweifelhaft, ob überhaupt messbare Kundenströme den Weg über die Soestestraße
in die Fußgängerzone wagen. Nicht ohne Grund schreibt die GMA (Gesellschaft für
Markt- und Absatzforschung) in ihrem Einzelhandelskonzept für die Stadt
Cloppenburg von einer „Sperrwirkung durch die Soestestraße“. Aus diesem und
weiteren Gründen rät die GMA von einem großflächigen Einzelhandel in der
Soeste-Niederung ab. Die Geschäftsleitung eines nächstgelegenen Supermarkts („Markant“)
hat angekündigt, dass bei einer dortigen Ansiedlung der Weiterbetrieb Ihres
Geschäfts aller Voraussicht nach eingestellt wird. Darüber hinaus bleibt fraglich, wer nach Einkauf von (gekühlten)
Lebensmitteln noch Lust und Zeit besitzt zum Shoppen weiterer Produkte im
Innenstadtbereich. Letztendlich wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit kein
Carré-Kunde in das untere innerstädtische Versorgungszentrum, sprich Mühlen-
und Bahnhofstraße, „verirren“. Eine weitere großflächige Bebauung im „oberen“
Bereich entzweit noch weiter die ohnehin gespaltene Innenstadt. Diese
Zersplitterung muss mit einer verstärkten Konzentration auf den unteren,
wirtschaftlich schwächeren Abschnitt verhindert werden. Ein großflächiger
Einzelhandel, dessen Kundenströme zuerst die Bahnhofstraße/Mühlenstraße
erreichen, wäre hingegen eine echte Stärkung. So könnte ein jahrzehntelanges
Ungleichgewicht unserer Innenstadt nachhaltig behoben werden.
Die
Soestestraße im Bereich der Lange Straße und der Bürgermeister-Heukamp-Straße
ist schon heute zu Stoßzeiten enorm ausgelastet. Laut Berechnungen der GMA sind
jeden Tag bis zu 10.000 Kfz auf den innerstädtischen Hauptstraßen unterwegs.
Als Autofahrer wissen Sie wahrscheinlich selber, dass die
„Verkehrsschmerzgrenze“ erreicht ist und vielmehr eine Beruhigung vonnöten wäre.
Nach Berechnungen des Investorgutachtens könnten durch die „Molberger-Auffahrt“
knapp 1/5 der Verkehre herausgenommen werden. Im Gegenzug werden jedoch
aufgrund des „Soeste-Carré“ ca. 2.500 neue Verkehre in die Innenstadt geführt.
Die Quantität würde sich nach Berechnungen zwar nur geringfügig steigern, die
Qualität des Verkehrs hingegen ändert sich erheblich. Durch die dann neu
geschaffene „Plus“-Kreuzung und die kurzfristigen An- und Abfahrten am
Supermarktgelände würden erhebliche Verkehrsbelastungen verursacht, die zu
Stoßzeiten einem Verkehrskollaps gleichkämen. Die Verkehrssituation würde sich
drastisch verschlechtern!
Nach
Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplans „Innenstadt“ sollten „Grünflächen“,
insbesondere „entlang der Soeste“, erhaltet oder gar ausgeweitet werden. Zitat
Seite 26: “Die gewässerbegleitenden Wege
mit Brücken, Stegen und Stufen, die bis zum Wasser führen, machen den Fluss
erlebbar und binden den Grünzug in das innerstädtische Wegenetz ein. Die vorhandenen
alten Bäume sollen, soweit möglich, erhalten werden. Besonders problematisch
sind hierbei die stark konkurrierenden Nutzungsansprüche an die zur Verfügung
stehende Fläche (Natur/Grün/Wasser vs. Bebauung); […]Aus städtebaulicher Sicht sollte
aber in jedem Fall eine – zumindest teilweise – Aufweitung der bestehenden
Grün- und Freiflächen entlang der „Soeste“ das Ziel sein.“ Die Soeste-Niederung ist keineswegs eine „Müllhalde“, sondern ein seit
Langem unberührtes Naturreservoir, das aufgrund seiner Beschaffenheit zwar
nicht naturrechtlich gesichert ist, dennoch wegen seiner atmosphärischen
Vorteile für Spaziergänger und Fahrradfahrer schützenwert bleibt. Wahrscheinlich
sind Sie schon selbst einmal entlang der Soeste zum Ambührener See geschlendert
und können diesen „grünen Gedanken“ daher gut nachvollziehen. Auswärtige
Investoren können das vielleicht nicht, gebürtige Cloppenburger hingegen schon.
An Wandertagen sind dort ebenfalls etliche Schulklassen anzufinden. Nach Bau
des Carré wäre dies in Zukunft nur noch bedingt möglich. Entlang von
Einkaufswagen und Seitenwänden eines Einkaufszentrums lässt es sich nur
spärlich entspannen.
Nach den
überarbeiteten Plänen des Investors werden weiterhin Flächen des ausgewiesenen
Überschwemmungsgebiets beansprucht. Hochwasserschutz gilt in der Politik nicht
als populär. Die Ergebnisse einer guten Hochwasserschutz-Politik sind
kompliziert messbar und nur schwer den Wählerinnen und Wählern zu erklären. Die
Folgen einer verfehlten Politik hingegen sind bei Eintritt eines Unglücks
unmittelbar spürbar und nur unter großem finanziellem Aufwand zu beheben. Die
Pläne des Investors zur Hochwasserbekämpfung wurden erst nach intensiven
Protesten der Bürger und Beschwerden der unteren Wasserbehörde des Landkreises,
welche immer noch erhebliche Bedenken äußert, verbessert und können in der
Theorie den Anforderungen wahrscheinlich standhalten. Die gegenwärtige Praxis
hingegen kann den Bürgerinnen und Bürger Schutz vor möglichem Hochwasser sicher
bieten. Warum die sichere Praxis gegen eine rechnerisch ermittelte Theorie
ersetzen? Hochwasserschutz sollte Vorrang vor grenzenlosem Wachstum haben.
Für die
Bebauung in einem Überschwemmungsgebiet bedarf es bekanntermaßen einer Ausnahmegenehmigung.
Die zuständige ‚Untere Wasserbehörde‘ hatte sich bis zuletzt gesträubt und sich
erst nach politischem Druck den Carré-Befürwortern gebeugt, den Plänen zuzustimmen.
Eine Ausnahmegenehmigung setzt die Alternativlosigkeit des Standortes voraus.
Im Bereich der Mühlenstraße, der Deutschen Post, des Pieper-Geländes oder der
hinteren Kaufhalle bieten sich Einzelhandelsflächen an, die entweder
kleiner/größer oder aufgrund der Eigentümerverhältnisse etwas teurer als die
Fläche an der Soestestraße sind. Dennoch sind es alternative Bereiche, die dem
Gedanken der Alternativlosigkeit widersprechen. Schon jetzt ist bekannt, dass
mehrere Anwohner bei Erteilung einer Baugenehmigung juristischen Widerspruch
einlegen werden. Eine Anfechtungsklage hätte nach Einschätzung des Oberstaatsanwalts
Südbeck Aussicht auf Erfolg. Darüber hinaus könnte eine einstweilige Anordnung,
die die Wirksamkeit eines Verwaltungsaktes auf unbestimmte Zeit aufschiebt, das
Bauvorhaben um Jahre verzögern, was faktisch zur Beendigung der Carré-Planungen
führen würde. Jahrelange, kostenintensive verwaltungsrechtliche Streitigkeiten
könnten der Stadt Cloppenburg bevorstehen und die Entwicklung der Innenstadt
zum Stillstand bringen. Dieser juristische Rattenschwanz muss bei Ihrer Entscheidung
berücksichtigt werden.
Wir alle
wollen, dass Cloppenburg seinen erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortführt.
Cloppenburg ist als Mittelzentrum für viele Investoren von großer Bedeutung und
wird dies auch in Zukunft sein. Nicht ohne Grund sind in bestimmten Bereichen
der Lange Straße schon heute enorme
Mietpreiserhöhungen zu verzeichnen (Café Venezia, Café Burwinkel, Ulla Popken
etc.). Die Carré-Planungen sind keineswegs die "letzte Chance für
Cloppenburgs Stadtentwicklung". Im Gegenteil, sie sind lediglich der
Anfang vieler Anfragen finanzpotenter Investoren und Firmen. Die Pläne zur
"Soeste-Galerie", zum "Altstadt-Center", zum Umbau des
Postgebäudes oder die interessanten Planungen zur Weiternutzung des
Piepergeländes versprachen und versprechen eine großartige Zukunft.
Viele
Befürworter des „Soeste-Carré“ begründen ihre Zustimmung allein aus Sympathie
zu MediaMarkt. Vielen Kritiker ist das geplante KAUFLAND ein Dorn im Auge.
Politik sollte jedoch weder für noch gegen ein Unternehmen arbeiten! Politik
sollte Distanz wahren und lediglich den Rahmen bestimmen. Das passende Bild
dazu malt die Wirtschaft.
Die
Rahmenbedingungen sind wie beschrieben unzureichend, unbeliebt und gefährlich.
Sie, als gewählter Vertreter der Bürgerinnen und Bürger, stehen unter enormen
Druck. Sie werden umgarnt und gehegt
seitens eines Investors, der geschickt im Rücken der Öffentlichkeit Verhandlungen
und Gespräche mit einzelnen Ratsmitgliedern aller Parteien führt. Geben Sie unserer Stadt und deren politischen
Vertretung das Selbstbewusstsein und die Unabhängigkeit, die es verdient hat.
Wer in Cloppenburg nur unter Bedingungen und mit Partnern investieren will, die
die Bürgerinnen und Bürger Cloppenburgs vehement ablehnen, hat selber schuld,
wenn er seine Chance verspielt. Die zahlreichen Investoren-Anfragen bestätigen
unseren selbstbewussten Widerstand. Cloppenburg darf sich nicht unter Wert
verkaufen.
Gewichtige
Argumente gegen das „Soeste-Carré“ sind nicht von der Hand zu weisen. Die Carré-Planungen
sprechen im Grunde genommen gegen alle Gutachten, die die Stadt Cloppenburg unabhängig
vom Bauvorhaben in der Vergangenheit in Auftrag gegeben hat. Dementsprechend
haben sich viele Cloppenburger Organisationen, Vereine und Parteien solidarisch
gegen das Carré-Projekt ausgesprochen: Jusos Stadt Cloppenburg, Junge Union
Stadtverband Cloppenburg, SPD Ortsverein, Bündnis90/Die Grünen Cloppenburg,
weite Teile des CDU Stadtverbands, Niedersächsischer Heimatbund, NABU, BUND und
Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK). Darüber hinaus haben
insgesamt mehr als 1800 Bürgerinnen und Bürger in einer Petition Anfang des
Jahres Ihre Bedenken kundgetan, davon ca. 1400 Unterschriften in örtlichen
Geschäften und weitere 400 Unterzeichnungen im Internet. Das ist für
Cloppenburg außergewöhnlich und bislang ein einmaliger Vorgang. Solch einen
parteiübergreifenden Widerstand hat es in der jüngeren Vergangenheit noch nicht
gegeben. Dieser eindeutig ablehnende Bürgerwille spiegelt sich in unzähligen
Leserzuschriften der MT/NWZ wider.
Auch auf
den öffentlichen Veranstaltungen in der
Stadthalle haben sich zahlreiche Bürger kritisch zur Wort gemeldet und sich
vehement gegen das „Soeste-Carré“ ausgesprochen. Das Cloppenburg Carré würde somit gegen die Stimmen vieler Bürger
durchgesetzt. Bedenken dürfen in Cloppenburg zwar geäußert werden, aber damit
ist die so geschätzte Bürgerbeteiligung dann auch getan. Als Ratsmitglied
sollten Sie jedoch primär auf die Stimme des Bürgers hören und nicht
bedingungslos einer Partei- und Fraktionslinie folgen. Wenn man mit der
Brechstange das Carré durchsetzt, wird es nicht dazu führen, dass diese Bürger
den Slogan "Ich lebe gern in dieser Stadt" offen vor sich hertragen.
Und was könnte wichtiger sein, als die Menschen "mitzunehmen",
mitgestalten zu lassen. Wir appellieren an Sie, Mut zu beweisen und die
Interessen der Bürger zu vertreten. Die Investorgruppe „Genos“ hat in den vergangenen
Monaten bekanntermaßen mit vielen Ratsmitgliedern öffentliche und diskrete Gespräche
geführt. Möglicherweise sind auch Sie mit den Investor in Kontakt getreten.
Vielen Cloppenburgern stößt dieses Geschacher übel auf und bestätigt ihre
negative Meinung über politische Entscheidungsabläufe. Widerlegen Sie diese
Befürchtungen vieler Bürger. Vertreten Sie als Stadtrat den Willen der Bürger:
Stoppen Sie das Soeste-Carré!
Wir
appellieren an Ihr politisches Gewissen!
Mit
freundlichen Grüßen
Jusos Stadt Cloppenburg
„Offener Brief“ gegen Soeste-Carré
Mit einem „offenen Brief“ appellieren die Jusos Stadt Cloppenburg an das
„politische Gewissen“ der Stadtratsmitglieder, in der kommenden
Stradtratssitzung gegen das geplante „Soeste-Carré“ zu stimmen. Nach
Angaben der Jusos werde der Brief den Ratsmitgliedern am Samstagmorgen
postalisch zugestellt.
„Hochwasserschutz“, „Verkehrskollaps“, „Zersplitterung der Innenstadt“, „Rettung des Grünen Gürtels“ und ein „eindeutiger Bürgerwille“ seien „gewichtige Gründe“, die gegen das Bauvorhaben sprächen. „Wir haben uns die Mühe gemacht, noch einmal alle Gegenargumente detailliert zusammenzutragen.“ Erklärt Andre Heisig, Vorstandsmitglied der Cloppenburger Jusos. „Hoffentlich erkennen die Ratsmitglieder die Risiken und Gefahren des Projekts und geben keinem Vorhaben ihren Segen, das die Bürgerinnen und Bürger vehement ablehnen.“
In dem fünfseitigen Schreiben betonen die Jungsozialisten einen „parteiübergreifenden gesellschaftlichen Widerstand“, der für Cloppenburg „einmalig“ und „außergewöhnlich“ sei. So hätten sich neben den Jusos auch die Junge Union, SPD, Bündnis90/Die Grünen, „große Teile“ des CDU Stadtverbandes, der „Niedersächsische Heimatbund“, die Naturschutzvereine „BUND“ und „NABU“ und Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) gegen das „Soeste-Carré“ ausgesprochen. „Selten zuvor haben sich so viele Cloppenburger Organisationen und Vereinen geschlossen gegen ein Projekt gestemmt. Anfang des Jahres haben mehr als 1800 Bürger unsere Petition gegen das Carré unterstützt. Die Ablehnung unter der Bevölkerung ist eindeutig.“ Stellt Andre Heisig zufrieden fest.
Darüber hinaus wird in dem Schreiben an den Stadtrat appelliert, „Distanz zu wahren“ und „weder für noch gegen Unternehmen“ Politik zu machen. Politik sei lediglich für den „Rahmen“ verantwortlich, das „passende Bild male die Wirtschaft“. „Wir können nicht aus Sympathie zu MediaMarkt einfach einem Projekt. zustimmen, dessen Rahmenbedingungen unzureichend, unbeliebt und gefährlich sind. Wir dürfen unsere Stadt nicht unter Wert verkaufen“ Fordert die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Yvonne Moormann. „Es ist schon erschreckend, wie der Investor mehrere Ratsmitglieder im Rücken der Öffentlichkeit zu umgarnen versucht. Unser Stadtrat sollte jedoch vorrangig die Interessen der Bürger und nicht die des Investors vertreten.“ So Moorman.
Der offene Brief ist für alle Interessierten unter www.Jusos-Brief.de.vu einsehbar.
Um auf die kommende Ratssitzung aufmerksam zu machen, werde die Nachwuchsorganisation der SPD am nächsten Samstag in der Cloppenburger Innenstadt Flugblätter verteilen. Die Bevölkerung solle „rechtzeitig erfahren“, was am 17.12 „auf dem Spiel stehe“, so die Jusos abschließend.
„Hochwasserschutz“, „Verkehrskollaps“, „Zersplitterung der Innenstadt“, „Rettung des Grünen Gürtels“ und ein „eindeutiger Bürgerwille“ seien „gewichtige Gründe“, die gegen das Bauvorhaben sprächen. „Wir haben uns die Mühe gemacht, noch einmal alle Gegenargumente detailliert zusammenzutragen.“ Erklärt Andre Heisig, Vorstandsmitglied der Cloppenburger Jusos. „Hoffentlich erkennen die Ratsmitglieder die Risiken und Gefahren des Projekts und geben keinem Vorhaben ihren Segen, das die Bürgerinnen und Bürger vehement ablehnen.“
In dem fünfseitigen Schreiben betonen die Jungsozialisten einen „parteiübergreifenden gesellschaftlichen Widerstand“, der für Cloppenburg „einmalig“ und „außergewöhnlich“ sei. So hätten sich neben den Jusos auch die Junge Union, SPD, Bündnis90/Die Grünen, „große Teile“ des CDU Stadtverbandes, der „Niedersächsische Heimatbund“, die Naturschutzvereine „BUND“ und „NABU“ und Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) gegen das „Soeste-Carré“ ausgesprochen. „Selten zuvor haben sich so viele Cloppenburger Organisationen und Vereinen geschlossen gegen ein Projekt gestemmt. Anfang des Jahres haben mehr als 1800 Bürger unsere Petition gegen das Carré unterstützt. Die Ablehnung unter der Bevölkerung ist eindeutig.“ Stellt Andre Heisig zufrieden fest.
Darüber hinaus wird in dem Schreiben an den Stadtrat appelliert, „Distanz zu wahren“ und „weder für noch gegen Unternehmen“ Politik zu machen. Politik sei lediglich für den „Rahmen“ verantwortlich, das „passende Bild male die Wirtschaft“. „Wir können nicht aus Sympathie zu MediaMarkt einfach einem Projekt. zustimmen, dessen Rahmenbedingungen unzureichend, unbeliebt und gefährlich sind. Wir dürfen unsere Stadt nicht unter Wert verkaufen“ Fordert die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Yvonne Moormann. „Es ist schon erschreckend, wie der Investor mehrere Ratsmitglieder im Rücken der Öffentlichkeit zu umgarnen versucht. Unser Stadtrat sollte jedoch vorrangig die Interessen der Bürger und nicht die des Investors vertreten.“ So Moorman.
Der offene Brief ist für alle Interessierten unter www.Jusos-Brief.de.vu einsehbar.
Um auf die kommende Ratssitzung aufmerksam zu machen, werde die Nachwuchsorganisation der SPD am nächsten Samstag in der Cloppenburger Innenstadt Flugblätter verteilen. Die Bevölkerung solle „rechtzeitig erfahren“, was am 17.12 „auf dem Spiel stehe“, so die Jusos abschließend.
Abonnieren
Posts (Atom)

